BELL 47 G-3B-1 (SOLOY)

Reg. D-HEBA



Die amerikanische Bell 47 ist eine echte Rarität und wurde als weltweit erster Zivilhubschrauber entwickelt. Ihr markantes Glascockpit und ihre klassisch-simple Bauweise können seit dem Frühjahr 2003 bei den Flying Bulls bewundert werden.

Die Bell 47 G-3B-1 Soloy der Flying Bulls wurde 1966 gebaut. Sie ist eine von insgesamt 16.000 Bell 47, die in verschiedensten Versionen produziert wurden. Die Musterzulassung für diesen Helikoptertyp erfolgte am 8. Dezember 1946 ? damit war er der weltweit erste Zivilhubschrauber. Der Helikopter Bell 47 hat sich über Jahrzehnte hinweg als äußerst langlebig erwiesen. Zahlreiche Exemplare wurden nachträglich auf Turbinenantrieb umgerüstet, um ihre Lebensdauer zusätzlich zu verlängern.

Ursprünglich wurde die Bell 47 für das US-Militär konzipiert. Die Bezeichnung Soloy geht auf die gleichnamige Firma zurück, welche die Umrüstungsarbeiten der ursprünglich mit 6-Zylinder-Lycoming-Kolbentriebwerken mit 220 PS ausgestatteten Hubschrauber auf das wartungsfreundlichere Triebwerk Allison 250 C-20 B durchführte. 1988 wurde die Bell von den USA nach Europa verkauft. Hier flog sie im Pflanzensprühdienst für das in Bonn/Hangelar stationierte Unternehmen Air Lloyd. Haupteinsatzgebiet waren vor allem die Steillagen der Weinanbaugebiete an Rhein und Mosel.

Bis zum 8. Juli 1998 ging alles gut. Dann, nach exakt 9.906 Flugstunden und 28 min. bzw. 4.372 Cycles ? ein Cycle entspricht einem Triebwerkstart ? legte die Bell ein Hard Landing hin und wurde schwer beschädigt. Nach der Reparatur in der Flugwerft Offenburg und der Lackierung in Originalfarben absolvierte sie 2002 erfolgreich ihren Testflug. Als außergewöhnlicher und historischer Drehflügler fand sie kurze Zeit später Aufnahme in die Flotte der Flying Bulls.

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