CHANCE VOUGHT F4U-4 "CORSAIR"
REG. OE-EAS
Sie ist anspruchsvoll. Sie braucht beste Wartung ? und sie kann gefährlich werden! Das ?Wappentier? der Flying Bulls, die Corsair F4U-4, wurde von der US-Navy vor allem auf Flugzeugträgern eingesetzt. Insgesamt schossen Corsairs im Zweiten Weltkrieg 2.140 gegnerische Flugzeuge ab, bei 189 eigenen Verlusten.
Die Corsair F4U-4 ist ein besonders anspruchs-volles Flugzeug: Pro Flugstunde fallen annähernd 40 Wartungsstunden an. Der Treibstoffverbrauch beträgt im Jahresmittel 400 Liter pro Stunde, beim Start sogar das Dreifache. Das Flugzeug ist voll kunstflugtauglich, wird aber aufgrund seines Alters nur noch schonend geflogen.
Um den beengten Platzverhältnissen auf Flugzeugträgern Rechnung zu tragen, sind die Tragflächen hochklappbar. Die Corsair der Flying Bulls hat eine bewegte Geschichte hinter sich: 1945 wurde sie als eines von insgesamt rund 12.500 Exemplaren an die US-Navy ausgeliefert, kam jedoch nicht mehr zum Kriegseinsatz. Einige Jahre später verschlug es sie nach Honduras. Dort war sie bis 1965 in Betrieb und wurde dann von einem texanischen Millionär gekauft, der sie zu einer ersten Grundüberholung in die USA brachte.
1990 verkaufte er sie an Sigi Angerer, den späteren Chefpiloten der Flying Bulls. Angerer schaffte die Corsair nach Österreich und erreichte hier die Zulassung. Die Maschine ist mit einem Pratt & Whitney R 2800 CB-3 18-Zylinder-Doppelsternmotor mit 46 Litern Hubraum ? und 95 Litern Ölinhalt ? ausgestattet, der 2.100 PS leistet. Der brachiale und dennoch harmonische Sound dieses Motors macht süchtig!
Die Restaurierung der Corsair nahm viel Zeit und Arbeit in Anspruch. Die Instrumentierung des Flugzeuges konnte weitgehend erhalten werden, neu sind lediglich die modernen Navigations-instrumente. Auch der zweite Sitz wurde nachträglich eingebaut. In absolut friedlicher Mission ist die Corsair der Flying Bulls heute eine der großen Attraktionen des Hangar-7 auf dem beschaulichen Salzburg Airport.