Bede BD5-J Microjet

Reg. N53EJ



Sie war ein gefeierter Gast auf Flugshows in den 1980er-Jahren, sie hatte eine aufsehenerregende Rolle in einem James-Bond-Film und heute ist sie eine der Attraktionen im Hangar-7: die BD-5J, das zweitkleinste Flugzeug der Welt. Kleiner ist nur noch die Cri-Cri, die dafu?r aber kein Strahltriebwerk ihr Eigen nennen darf, wie das Exemplar der Flying Bulls.

Konstrukteur des Flugzeugwinzlings war der Amerikaner Jim Bede, der den Prototyp 1971 erstmals flog. Anstatt eine eigene Produktion aufzubauen, entschied sich der Tu?ftler jedoch fu?r einen anderen Vertriebsweg: Die Urmodelle der BD-5 wurden als Bausatz mit einem Schubpropeller angeboten. Mehr als 5.000 Stu?ck des Einsitzers wurden so an den Mann gebracht. Die wahren Qualitäten der BD-5 aber brachte das Turbojettriebwerk TRS-18 von Microturbo zutage: Ein Vielfaches an Leistung im Vergleich zu den Propellervarianten, dazu der Look eines (Miniatur-)Du?senjets mit einziehbarem Fahrwerk ? nicht umsonst kam sie zu der Ehre eines mehrminu?tigen Auftritts im James-Bond-Film ?Octopussy?.

Beeindruckt von dem gerade einmal 3,80 Meter langen Microjet waren wohl auch Sigi Angerer und Dietrich Mateschitz, als die beiden vor 18 Jahren einer BD-5J zum ersten Mal auf der Oshkosh Airshow in den USA begegneten. Damals noch im Kleid eines amerikanischen Bierbrauers, waren die Microjets gern gesehene Gäste auf Flugshows. Dank einer Spannweite von knapp fu?nf Metern, einem Turbinentriebwerk mit kraftvollen 328 lbs Schub und einer Höchstgeschwindigkeit von fast 500 km/h sind die Maschinen prädestiniert fu?r spektakuläre Manöver in der Luft.

Der Kontakt nach Salzburg wurde 2008 durch den Flying Bulls Piloten Guido Gehrmann wiederbelebt. Der ehemalige Drachenflugweltmeister hat ein Faible fu?r kleine, wendige Luftfahrzeuge ? und der Microjet entsprach seiner Vorstellung eines perfekten Flugzeugs: klein, leicht, wendig. Als der Anruf kam, eine BD-5J sei zu kaufen, wurde nicht lange gezögert. Das Modell der Flying Bulls stammt aus Arizona aus dem Besitz von Bob Bishop und traf kurz vor Weihnachten 2010 im Hangar-8 in Salzburg ein, wo es generalu?berholt wurde. Damit sind die Flying Bulls um eine echte Rarität reicher. Von den 14 jemals gebauten Maschinen mit Jet-Antrieb existieren heute gerade noch drei flugfähige Exemplare. ?Der Microjet ist hinsichtlich der Flugeigenschaften erstaunlich gutmu?tig und eigentlich einfach zu fliegen. Lediglich die Landung ist ungewohnt, da das Fahrwerk so kurz ist?, sagt Gehrmann. ?Segelflugerfahrung ist deshalb ratsam. Aber in der Luft sind dem Spaß mit dem Flieger keine Grenzen gesetzt.? Das sieht man dem Winzling auf den ersten Blick auch an ? kein Wunder, dass die BD-5J zu den absoluten Publikumslieblingen im Hangar-7 zählt!

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